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Was für eine Freude! Frau C., die ehemalige Halterin von 'Bruno', als er
noch in Nordenham lebte, erzählte am Telefon, der Kater sei tatsächlich in
Buxtehude zugelaufen - eine freundliche und katzenerfahrene Frau habe ihn
aufgenommen und sich bei ihr gemeldet... |
| Und so besprach man sich im Interesse des gebeutelten Katers dahingehend
ab, erst einmal Kontakt mit der Frau aufzunehmen, der er vom Vater
mitgegeben worden war und die ihn von Nordenham nach Buxtehude mitgenommen
hatte. Sie merken, es wird kompliziert. Nachdem sich Frau C., noch immer rechtmäßige Besitzerin von Kater Bruno, die Telefonnummer besagter Dame besorgt hatte, fand ein etwas irritierendes Gespräch statt - irritierend zum einen, weil diese Dame sich mittlerweile bereits eine neue Katze aus dem Tierheim geholt hatte, offenbar ohne sich zu bemühen, den entlaufenen, weil orientierungslosen Bruno wiederzufinden. Und irritierend zum anderen, weil nach ihrer Auskunft nun allerdings auch diese Katze wieder entlaufen war... Ja um Himmels Willen, ließ denn diese... diese... Dame die Katzen immer gleich am Tag nach deren Einzug schon aus der Wohnung?? Hatte diese Dame in ihrem Leben schon mal etwas über das Wesen und die Haltung von Katzen gelesen, gehört, verinnerlicht? Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und vermute: Nicht die Bohne! Vermutlich hat sie sich mittlerweile aus einem anderen Tierheim (ich denke, aus demselben wird sie ja wohl kein Tier mehr kriegen!) die nächste geholt... ob die noch bei ihr ist? Ich mag nicht drüber nachdenken. Jedenfalls, danach war klar - dorthin würde Bruno nicht zurückgegeben werden! Die Finderin, Frau D., sagte zu, sich um ein neues und schönes Zuhause für Bruno zu kümmern, in dem er als Wohnungskatze gehalten werden würde und die Gefahr des Sich-Verlaufens somit erledigt wäre. Wie Frau C. erzählte, habe der Kater eigentlich nie drängend an der Tür oder Fensterbank gesessen und nicht lauthals um Ausgang gebeten, wie die meisten Freigänger dies tun - wenn sie nicht ihre eigene Katzenklappe hatten und ihr Kommen und Gehen nach eigenem Willen gestalten konnten. Nur ganz selten war er plötzlich durch eine Tür, die für die anderen beiden Katzen geöffnet wurde, völlig unerwartet herausgeschossen... und dann habe er eben gelegentlich nicht wieder zurückgefunden... Vielleicht, weil ihm selber beim Nachdraußengehen ein bisschen mulmig war und er irgendwo im Hinterkopf diese vage Ahnung hatte, so ein Ausflug könne im Unglück enden, war er meistens friedlich im Haus geblieben. Frau D. aus Buxtehude hatte da schon eine nette, ältere Dame im Sinn, deren Mann und Kater innerhalb kurzer Zeit beide verstorben waren... Sie würde ihn zwar durchaus behalten mögen, aber der unglaublich anhängliche Bruno fühlte sich mit den beiden schon ansässigen Katzen nicht recht wohl... obwohl die ihrerseits den Neuankömmling friedlich tolerierten. Das hörte sich doch wirklich gut an, sagte mir
Frau C., endlich würde es ein sicheres Zuhause für den Unglückskater
geben. |
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